Rezension "Forbidden Love Story. Weil ich dir begegnet bin"

Forbidden Love Story
- Weil ich dir begegnet bin

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© privat
Anna Savas wurde 1993 in Herne geboren und studierte Komparatistik und Geschichte in Bochum. Schon als junges Mädchen entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern und dem Verfassen eigener Geschichten, die immer länger wurden, bis schließlich ihr erster Roman entstand. Mit dem Schreiben bringt sie Ordnung in ihr Gedankenchaos, daher würde sie das Haus nie ohne ihr kleines Notizbuch verlassen. Quelle


Erster Satz:
„Was?“

Klappentext:
**Kann Liebe wirklich falsch sein?** 

Schon als Vesper dem gut aussehenden Alex zum ersten Mal über den Weg läuft, fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Seine leuchtend grünen Augen scheinen direkt in ihr Herz zu blicken und sein umwerfendes Lächeln bringt sie dazu, den ganzen Mist um sie herum zu vergessen. Zumindest für einen kurzen Moment – bis Vesper Alex bei einem Abendessen wiedersieht, dass ihre Mutter mit ihrem neuen Verlobten und dessen Tochter ausrichtet. Als sich dort herausstellt, wer Alex wirklich ist, wird ihnen klar, dass ihre Liebe niemals sein darf… aber Gefühle lassen sich nichts vorschreiben.

Cover:
Das Cover finde ich toll und hat mich gleich angesprochen. Zu sehen sind zwei junge Menschen, die höchst wahrscheinlich für unsere Protagonisten stehen - ein Mädchen mit langen Haaren und ein attraktiver Junge. Getrennt werden die  beiden durch den toll gestalteten Titel und man fragt sich sofort, wer die beiden sind und warum sie getrennt sind? Mich hat das Cover neugierig gemacht und ich finde, dass es auch im Nachhinein sehr gut zum Inhalt des Buches passt.


Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Impress für das Rezensionsexemplar.

Die Geschichte erfahren wir aus Sicht der siebzehnjährigen Vesper, die gleich zu Beginn der Geschichte eine Hiobsbotschaft nach der anderen ereilt. Dabei ist sie eigentlich ein ganz normales junges Mädchen, mit Liebeskummer, Streit mit den Eltern, Schule und einer (verrückten) besten Freundin. Doch als sie dem attraktiven Alex begegnet, wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt und Vesper muss alles daran setzen, heil aus diesem (Liebes-)Chaos aufzutauchen …
Vesper mochte ich gleich von der ersten Seite an und ich habe über das ganze Buch hinweg mit ihr mitgefiebert, gebangt und gelitten. Sie ist ein Mädchen, das bereits viel einstecken musste und ihre momentane familiäre Situation macht ihr ziemlich zu schaffen. Nicht nur das sich ihre Eltern getrennt haben, ihre Mutter hat sie auch bei ihrem Vater untergebracht, um mit ihrem neuen Freund auf Reisen zu gehen. Jetzt ist sie zurück und verkündet ihr, dass sie heiraten will. Noch dazu macht Vespers Freund mit ihr Schluss und gesteht, sie betrogen zu haben. Ihren Kummer und ihren Schmerz verbirgt sie hinter einer harten Schale und sarkastischen Bemerkungen, die ihr den Spitznamen „Eisprinzessin“ eingebracht haben. Dabei ist Vesper ein sehr gefühlvoller und empathischer Mensch, der das ganze Chaos mehr ausmacht, als Vesper zugibt. Als sie dann Alex kennenlernt, ist ihr Gefühlschaos vorprogrammiert und Vesper steht ein harter Weg bevor. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken kämpft Vesper und geht ihren Weg, was mir total gut gefallen hat. Am Ende ist sie eine andere, eine erwachsenere Vesper, die für das, was sie will, kämpft und zu ihren Gefühlen steht.
Ihr zur Seite steht der attraktive und sehr charmante Alex, der für mich neben der sehr raumnehmenden Vesper etwas blass zurückbleibt. Was aber gar nicht unbedingt negativ gemeint sein soll, denn auch Alex mochte ich. Er war mir sofort sympathisch und ich habe bis zum Ende gehofft, dass die beiden ein Happy End bekommen. Er passt perfekt zu Vesper und ist wahnsinnig romantisch, ihr gegenüber. Doch ehrlich gesagt habe ich nicht so ganz nachvollziehen können, warum er an dem Kompromiss mit seiner Freundin hängt (an dieser Stelle will ich nicht zu viel verraten, um nicht zu spoilern). Im Laufe der Geschichte neigt er dazu, vorschnell ein Urteil zu fällen und nicht genauer nachzuhaken, was allen Beteiligten eine Menge Kummer erspart hätte.
Auch die übrigen Charaktere haben mir gut gefallen und haben sich sehr stimmig in das Setting und die Geschichte eingefügt. Wie z.B. Vespers leicht verrückte Freundin Toni, die kein Blatt vor den Mund nimmt und Vesper trotz einiger Widrigkeiten eine tolle beste Freundin ist.

Die Idee der Geschichte hat mich von Anfang an sehr neugierig gemacht und ich war total gespannt darauf, wie die Autorin dies umsetzt. Als Vesper und Alex sich begegnen, werden sie sofort voneinander angezogen und können wortwörtlich die Finger nicht voneinander lassen. Doch als sie sich wiedersehen und beide erfahren, wer sie wirklich sind, steht ihr junges Glück unter keinem guten Stern. Vielmehr darf ihre Liebe nicht sein. Auch hier werde ich nicht mehr verraten, um nicht zu spoilern. Lasst euch einfach überraschen.
Des Weiteren verwebt die Autorin um die dramatische Liebesgeschichte von Vesper und Alex das Leben in einer Patchworkfamilie, die Scheidung der Eltern, Liebeskummer und Zukunftsängste. Es sind Themen, die das Leben schreibt und die sich sehr authentisch in der Geschichte von Vesper und Alex widerspiegeln.

Wie schon mehrfach erwähnt steht vor allem die Liebesgeschichte von Vesper und Alex im Fokus. Die beiden sind von der ersten Begegnung an voneinander fasziniert und fühlen sich magisch angezogen. Es knistert gewaltig zwischen ihnen und das, obwohl ihre Liebe nicht sein darf. Diese Liebesgeschichte bietet alles: Romantik, Drama, und jede Menge Höhen und Tiefen.
Aber auch die Liebe zwischen Mutter und Tochter spielt eine Rolle und hat mir gut gefallen. Es ist nicht immer leicht in der Familie und erwachsenwerden sowieso nicht. Vesper und ihre Mutter haben ein schwieriges Verhältnis, doch nach und nach nähern sich die beiden wieder an, lernen sich besser zu verstehen und erkennen, dass nichts zwischen eine Mutter und Tochter kommen kann.

Da es sich bei „Forbidden Love Story“ um das Debüt von Anna Savas handelt, war es natürlich auch mein erstes Buch von ihr und ich kann nur sagen, dass mirihr Schreibstil gut gefallen hat. Angenehm leicht, mit ganz viel Gefühl und jede Menge Höhen und Tiefen tauchen wir in Vespers Leben ein. Ganz klar und deutlich, ohne große Umschweife schafft es Anna Savas mit wenigen Worten uns die Geschichte bildhaft vor Augen zu führen und verleitet dazu, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können. Obwohl ich manche Wendungen, Entscheidungen und Handlungen der Charaktere nicht ganz nachvollziehen konnte, war es für mich eine tolle Geschichte und es ist wirklich nur „Meckern auf hohem Niveau“.
Vesper hat mich mit ihrer Geschichte begeistert und ich persönlich freue mich schon sehr darauf, mehr von der Autorin zu lesen. Ich bin sehr gespannt.

„Forbidden Love Story. Weil ich dir begegnet bin“ ist ein romantisch-dramatisches Debüt, das ganz zurecht zu den PreisträgerInnen des Tolinoschreibwettbewerbes gehört. Vespers Leben ist voll mit  allem, was das Leben zu bieten hat: eine beste Freundin, Liebeskummer, die Scheidung der Eltern, Erwachsenwerden und die ganz große Liebe. Ich kann dieses Debüt wirklich jedem ans Herz legen, der eine Liebesgeschichte mit tollen Charakteren, großen Gefühlen  und Geheimnisse zu schätzen weiß. Probiert es aus und lasst euch von Vesper begeistern.

Lg
Levenya


Verlag 
 
Vielen DANK für das Rezensionsexemplar!
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Fakten:
Format: Kindle Edition
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 330 Seiten
Verlag: Impress (6. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
Preis: 3,99€

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